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Timmi wurde am 19.9.1999 geboren. Er kam völlig verschüchtert zu uns, traute sich nicht einmal aus dem Wohnzimmer heraus in die Küche wo wir für ihn das Futter bereitstellten. Anfänglich konnte nur ich ihm das Halsband anziehen und ganz allmählich fasste er auch Vertrauen zu Roli. Auf den Strassen geriet er ständig in Panik und entwischte mir mehrmals aus dem Halsband, entweder vor fahrende Autos oder den Zug. Für uns war klar, er muss von einem Mann irgendwie traktiert oder misshandelt worden sein. Timmi war unser erster Hund und wir wurden mit ihm hart auf die Probe gestellt. In der Retriever Hundeschule Aarau bekamen wir tolle Unterstützung und schon bald entwickelte er sich zu einem ganz tollen Junghund. Seine Aengste jedoch bekamen wir nie zu 100% in den Griff.
Für mich war er der treueste Freund, den man sich vorstellen konnte. Wir unterstützten uns gegenseitig. Ich half ihm mit seinen Aengsten umzugehen und er half mir nach meinem Unfall etwas Stabilität und Bewegung in mein Leben zu kriegen. Mit seiner diskreten Zurückhaltung und grossen Sensibilität gewann er die Herzen unserer Besucher im Eiltempo, obwohl er selber misstrauisch blieb. Niemals hatte er Rangeleien mit anderen Hunden, er war ein absolut friedlicher Hund. Er wollte stets gefallen und gab immer sein Bestes in der Hundeschule wie auch an den Prüfungen.
Leider wurde er von Krankheiten nicht verschont und musste über viele Jahre hinweg Medikamente zu sich nehmen. Schwere Arthrosen in beiden Vorderpfoten und der Hüfte, Regelmässige Kolliken, die uns bei Nacht und Nebel in den Notfall brachten. Ueber fünf lange Jahre bekam er Cortison, in z.T. hohen Dosen, und zum Schluss verloren wir den Kampf, weil sein Magen und Darm den Belastungen nicht mehr gewachsen war. Wir mussten ihn schweren Herzens hergeben. Diese lange Zeit mit Cortison konnten wir nur durchstehen, weil wir ihn mit Homöopathie begleiteten. Unsere Tierärztin staunte immer wieder wie lange er so fit blieb und wie jugendlich er trotz allem noch aussah.
Wir vermissen dich ...
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